Sonderausstellung
Eskalation der Gewalt - Blutmai 1929
A u s s t e l l u n g i s t w e i t e r h i n i m M i t t e M u s e u m z u s e h e n
Im Mai 1929, zehn Jahre nach der Revolution 1918/1919, kam es in Berlin erneut zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Auslöser war das Verbot von Straßendemonstrationen, das der Berliner Polizeipräsident im Dezember 1928 verhängt hatte.
Die Auseinandersetzungen machten nicht nur die Spaltung der Arbeiterbewegung offenkundig. Sie beförderten auch den Aufstieg der Nationalsozialisten. Die Kommunisten mythologisierten die Ereignisse als "Blutmai".
Für die Kabintettausstellung im Mitte Museum wurden selten gezeigte Objekte und Dokumente zusammengetragen, die das Ereignis reflektieren. Die Ausstellung rekonstruiert, wie im Mai 1929 die Gewalt eskalierte und wer die Akteure, die Profiteure und die Opfer des Geschehens waren.

Polizisten treiben demonstrierende Arbeiter die Kösliner Straße
entlang. 1. Mai 1929, SAPMO Bundesarchiv
Eröffnung der Ausstellung war am 9. Juni 2009 um 17.00 Uhr im Mitte Museum
