Geschichte

Die Geschichte des Mitte Museums erzählt auch die Geschichte der Stadt.  Aus der Bezirksgebietsreform 2001, die das Zusammenwachsen einstiger im Ost- und Westteil der Stadt liegender Bezirke bedeutete, ging das Mitte Museum 2004 aus dem ehemaligen Museum Mitte, dem Heimatmuseum Tiergarten und dem Heimatmuseum Wedding hervor.

Heimatmuseum Mitte / Museum Mitte von Berlin

Die Einrichtung wurde 1987 als „Heimatgeschichtliches Kabinett" zur 750-Jahr-Feier im damaligen Ostberliner Bezirk Mitte von Berlin gegründet. Angeregt hatte diesen Schritt eine „Interessengemeinschaft Heimatgeschichte", die sich bereits mehrere Jahre mit lokalgeschichtlichen Themen im Bezirk befasste. 

Die Ausstellungsräume befanden sich im Erdgeschoß des Gebäudes Nr. 23 der Sophienstraße, die man zum Stadtjubiläum historisierend zur Handwerkergasse umgestaltet hatte. Nach der Wende und mit der Übernahme von Archivräumen in der Torstraße benannte man sich 1992 in „Heimatmuseum Berlin-Mitte" um. Das Museum blieb an seinem ursprünglichen Standort bis 1997. 

Mit dem Umzug ins „Palais am Festungsgraben" – hinter der Neuen Wache Unter den Linden – ging eine erneute Umbennenung in „Museum Mitte von Berlin" einher. Diese Bezeichnung trug das Museum bis zur Bezirksfusion und der folgenden Integration in das neue „Mitte Museum" des Großbezirks. Das „Mitte Museum am Festungsgraben" zeigte von 2004 bis 2009 in diesen Räumen thematische Wechselausstellungen.

Heimatmuseum Wedding 

Das ehemalige Heimatmuseum Wedding ist heute das Mitte Museum

Das Heimatmuseum Wedding ging 1989 aus dem früheren Heimatarchiv Wedding hervor. Erste Pläne zur Gründung eines kommunalen historischen Archivs im Bezirk gab es schon in den 1930er Jahren. 1951 feierte man die siebenhundertste Wiederkehr der urkundlichen Erwähnung des Dorfes Wedding mit einem großen Stadtfest, begleitet von einer historischen Ausstellung. Kurator der Ausstellung und Autor des Begleitbuchs war der Lehrer und Heimatforscher Bruno Stephan.

Nachdem 1952 das Heimatarchiv Wedding – als Abteilung des bezirklichen Kunstamts – eröffnet worden war, blieb er 20 Jahre hindurch Leiter dieser Einrichtung. Von Anfang an baute er eine regionalgeschichtliche Sammlung auf. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag auf Stadtführungen, heimatkundlichen Vorträgen und individueller Auskunft zu lokalhistorischen Fragen.

Nach dem großen Erfolg einer Ausstellung zur Geschichte des Bezirks Wedding 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins, wurde das Heimatarchiv Wedding zu einem regionalgeschichtlichen Museum erweitert. 1989 wurde es in der Pankstraße 47 in einem denkmalgerecht renovierten Schulbau aus dem 19. Jahrhundert als „Heimatmuseum Wedding" feierlich eröffnet. Seit 2004 ist dies das Mitte Museum.

Heimatmuseum Tiergarten 

Wie auch andere bezirkliche Museen im früheren West-Berlin entstand das Heimatmuseum Tiergarten auf der Grundlage einer lokalen Geschichtsinitiative.

Bereits 1961 hatte sich der „Arbeitskreis für die Geschichte des Bezirks Tiergartens e.V." (AGT) mit dem Ziel gegründet, die örtliche Vergangenheit zu erforschen und darzustellen. Auch eine erste historische Sammlung war entstanden. 1984 wurde das „Heimatarchiv Tiergarten" in der Zwinglistraße 2 eröffnet, das drei Jahre später als „Heimatmuseum Tiergarten" nun auch Ausstellungsräume im Gebrüder-Grimm-Haus in der Turmstr. 75 bespielen konnte.

Als Ergebnis einer Reihe von „Baustein-Ausstellungen" wurde eine Dauerausstellung zur Bezirksgeschichte erarbeitet, die bis zur Schließung des Museums 2004 zugänglich blieb.