Veranstaltungen

Wir bieten unterschiedliche Veranstaltungsformate an. Neben Ausstellungseröffnungen, Lesungen, Gedenkveranstaltungen, Tagungen und Workshops finden Sie hier auch Termine für Stadtführungen und Museumspädagogische Projekte.
 
Das Museum nimmt an Veranstaltungsreihen wie dem „Internationalen Museumstag“, dem „Tag des offenen Denkmals“ und dem "Europäischen Monat der Fotografie" teil. Die Ausstellungen werden von Begleitveranstaltungen umrahmt.
 
Teilnahme entgeltfrei! 

Auf einen Blick

STADTFÜHRUNG

1. September 1939 – Überfall auf Polen

Stadtführung in Moabit mit Trille Schünke-Bettinger

Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Millionen Menschen waren unmittelbar betroffen – ihre Spuren lassen sich bis heute auch im Berliner Stadtraum finden, etwa in Moabit. Trille Schünke-Bettinger führt am Jahrestag des Kriegsbeginns durch das Viertel.

DEPENDANCE IM RATHAUS TIERGARTEN

Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

Buchvorstellung mit Dr. Johannes Spohr und Claudia Krieg

Warum forschen ausgerechnet jetzt, drei und vier Generationen nach 1945, so viele Enkel und Urenkel zur NS-Vergangenheit ihrer Familien? Das Buch Present Past versammelt zehn Antworten – von akribischer Archivarbeit bis zum Gespräch mit den letzten noch lebenden Verwandten, die davon wissen. Dr. Johannes Spohr, der selbst einen Archivrecherchedienst zu NS-Familiengeschichten betreibt, und Mitherausgeberin Claudia Krieg stellen den Band in der Dependance des Mitte Museums vor.

VERNISSAGE

LANG IST ES NICHT HER. UND JETZT IST ES SOWEIT.

Eröffnung der neuen Sonderausstellung zu Susanne Kerckhoff – mit einer Lesung von Peter Wawerzinek und Musik von Rex Joswig

Zwischen 1948 und 1949 veröffentlichte Susanne Kerckhoff in der Berliner Zeitung die Porträtserie „Menschen in unserer Zeit": fiktive Figuren, an denen sie Schuld, Entnazifizierung, Antisemitismus und Demokratie verhandelte. Die Ausstellung erschließt die Serie erstmals systematisch. 

Afterthoughts

Performance und Gespräch mit likabari a.k.a. Melika Akbari 

Mit ihrer Performance Afterthoughts entwirft likabari a.k.a. Melika Akbari eine Erwiderung auf die „Berliner Briefe“ von Susanne Kerckhoff und setzt sich selbst dazu ins Verhältnis – wie in einem Spiegelbild. Im Anschluss spricht die Künstlerin mit Kuratorin Heike Albrecht.

Tag des offenen Denkmals 2026: Gedenkort Güterbahnhof Moabit

NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur

Der Güterbahnhof Moabit entstand im 19. Jahrhundert – geprägt durch militärische Planungsvorgaben, die seine Infrastruktur bis ins 20. Jahrhundert formten. Zwischen 1942 und 1944 wurden von hier über 30.000 Menschen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert. Die Reichsbahn war zentrale Schnittstelle dieses Systems. Eine Führung mit dem Regionalhistoriker Andreas Szagun zeigt, wie Militär, Infrastruktur und Institutionen im Netzwerk der Verfolgung zusammenwirkten.

FÜHRUNG & GESPRÄCH

Kurator*innenführung: LANG IST ES NICHT HER. UND JETZT IST ES SOWEIT. 

Jens-Karsten Stoll im Gespräch mit Heike Albrecht

An jedem ersten Sonntag im Monat führen Kuratorin Heike Albrecht und Kunsthistorikerin Camille Compere durch die Ausstellung zu Susanne Kerckhoff. Vorgestellt werden Kerckhoffs Leben und Werk, die fünf eigens entstandenen künstlerischen Arbeiten und die Entstehung des Projekts. 
Der Komponist Jens-Karsten Stoll hat eine Auswahl von Susanne Kerckhoffs Gedichten vertont. Im Gespräch mit Kuratorin Heike Albrecht stellt er den Liederzyklus "Nächtliche Fahrt" vor und spricht über seine Arbeit daran.

Kuratorinnenführung: umbenennen?!

Tabea Thielmann führt durch die Ausstellung

Ein Straßenname ist selten neutral. Er erinnert, ehrt, verdrängt – und manchmal tut er all das gleichzeitig. Kuratorin Tabea Thielmann nimmt uns mit durch die Ausstellung und erzählt, welche Geschichten hinter den Schildern stecken, wie Umbenennungen entstehen und warum manche Namen einfach bleiben.

STADTFÜHRUNG

Straßenumbenennungen rund um das Frauenviertel am Potsdamer Platz

Begleitveranstaltung zur Ausstellung "umbenennen?!"

Bis heute tragen weit mehr Straßen Männernamen als Frauennamen. Als rund um den neuen Hauptbahnhof ein ganzes Viertel auf dem Reißbrett entstand, wurde das bewusst anders gemacht: Viele der neu angelegten Straßen wurden nach Frauen benannt. Diese Führung geht den ausgewählten Biografien nach – und fragt, an wen wir erinnern wollen, und wie.

STADTFÜHRUNG

Schwindelschweiz und Maschinenklang

Spaziergang durch den Huttenkiez

Werkstätten, Tonstudios, Oldtimer: Der Huttenkiez im westlichen Moabit hält seine Industriegeschichte nicht im Museum, sondern im Alltag. Wilhelm Holthus, seit über 50 Jahren Heimatforscher vor Ort, führt zu den Bauten, die den Kiez geprägt haben — und zu denen, die ihn heute weiterschreiben.

DIGITALISIERUNGSPROJEKT

Wikipedianische KulTour

Mitte Museum und FHXB Museum in Kooperation mit Wikimedia Deutschland

Vorgestellt und diskutiert wird das Digitalisierungsprojekt „Ost-Berlin zwischen Neubau und Rekonstruktion“ des FHXB und Mitte Museums. Fokus sind die digitalisierten Fotos von Monika Uelze, die Bauprojekte des Wohnungsbaukombinats Berlin in Friedrichshain und Mitte dokumentieren (1975-1989). Schwerpunkte sind die Leipziger Straße, die Frankfurter Allee und die Marchlewskistraße. Ein anschließender Fotowalk führt durch die Leipziger Straße und das Otto-Grotewohl-Viertel an der Wilhelmstraße. Vor Ort kann Hintergrundwissen für Wikipedia recherchiert und editiert werden.