STADTFÜHRUNG

Frauen in Moabit – Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus

Stadtführung mit der Historikerin Trille Schünke-Bettinger

Einen Tag vor dem Jahrestag der Novemberpogrome führt die Historikerin Trille Schünke-Bettinger durch Moabit – zu sechs Orten, an denen Frauen in der NS-Zeit lebten, arbeiteten oder wirkten. Die Führung zeigt ihre Formen des Widerstands und die Spuren der Verfolgung und endet an der Levetzowstraße, wo eine Synagoge als Sammellager für die Deportation Berliner Jüdinnen und Juden diente.

Termine und Öffnungszeiten

Anmeldung erforderlich

Sonntag, 8.11.2026, 11:00 - 12:30 Uhr

Blick auf das Mahnmal in der Levetzowstraße.
In Berlin-Moabit erinnert das Mahnmal Levetzowstraße an die Deportation von Jüdinnen und Juden. Fotografie: Michael Mohr.

Am Sonntag vor dem Jahrestag der Novemberpogrome führt die Historikerin Trille Schünke-Bettinger durch Moabit. Sechs Stationen zeigen das Leben von Frauen in der NS-Zeit: Orte, an denen sie lebten, arbeiteten oder wirkten, ihre Formen des Widerstands und die Spuren der Verfolgung.

Das Attentat eines siebzehnjährigen polnischen Juden auf einen deutschen Diplomaten in Paris, dessen Eltern zuvor ausgewiesen worden waren, diente den Nationalsozialisten als Vorwand: In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 überfielen SA und SS, unterstützt durch Verbände der Hitlerjugend und Teile der Bevölkerung, jüdische Geschäfte, Privatwohnungen und Gotteshäuser. Viele Bürger*innen beteiligten sich, andere standen dabei, einige wenige schritten abwehrend oder helfend ein. Über 1.000 Synagogen wurden niedergebrannt oder zerstört, über 30.000 Menschen verhaftet. Von nun an war auch in der Öffentlichkeit deutlich, dass sich die Nationalsozialisten nicht mehr auf antijüdische Gesetzgebung beschränkten, sondern auch vor Mord, Folter und willkürlicher Verfolgung nicht zurückschreckten.

Jährlich veranstalten das Bezirksamt Mitte von Berlin und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte gemeinsam mit Schulen aus dem Bezirk Gedenkveranstaltungen mit Kranzniederlegungen, unter anderem an der Gedenkstätte Levetzowstraße. Dort endet auch die Stadtführung: am Mahnmal für die ehemalige Synagoge, die als Sammellager für die Deportation Berliner Jüdinnen und Juden diente.

 

Die Führung beginnt in der Dependance des Mitte Museums im Rathaus Tiergarten. Treffpunkt ist der Vorplatz des Rathauses Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich: per E-Mail an trille@frauen-im-widerstand.de.