Bauten, Denkmäler, Straßennamen, Grabsteine - rund um den Humboldthain sind stumme Zeugen militärischer Geschichte allgegenwärtig, werden aber oft übersehen. Stefan Zollhauser nimmt uns mit auf eine militärkritische Spurensuche: vom Alltag der Zwangsarbeiter*innen und der Zivilbevölkerung bis zum Engagement pazifistischer Akteur*innen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Langen Woche der Kiezgeschichte.
Donnerstag, 4.6.2026, 17:00 - 19:00 Uhr

Wer durch das Quartier rund um den Humboldthain geht, bewegt sich durch eine Landschaft voller stummer Zeugen: Straßennamen, die Generäle und Schlachten verewigen, Denkmäler, die Krieg als Heldentat inszenieren, Grabsteine und Bauten, die von Zerstörung und Verlust erzählen - und die im Alltag kaum noch wahrgenommen werden.
Der Stadtspaziergang mit Stefan Zollhauser begibt sich auf eine militärkritische Spurensuche und fragt, was diese Spuren über unsere Erinnerungskultur verraten. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Denkmäler der Sieger, sondern auch die weniger sichtbaren Geschichten: der Alltag von Zwangsarbeiter*innen und Zivilbevölkerung, die Erfahrungen von Soldaten jenseits des Heldenmythos und das Engagement pazifistischer Akteur*innen, die sich dem Krieg verweigerten oder ihm entgegenstellten. Auch Formen der Erinnerung und der Verdrängung militärischer Präsenz werden auf dem Spaziergang thematisiert.
Die Veranstaltung ist Teil der Langen Woche der Kiezgeschichte unter dem Motto "Straßengeschichte(n)".
Treffpunkt: Ida von Arnim-Straße / Ecke Chausseestraße
Keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.