FÜHRUNG

Jüdische Ärzte und Ärztinnen an der Charité - Vollkommene Integration?

Stadtführung mit Nirit Ben-Joseph

Nach 1812 öffnete die Berliner Universität ihre Tore für jüdische Studierende – die Medizin wurde zum wichtigsten Weg sozialer Emanzipation. Doch wie weit reichte diese Integration wirklich? Eine Führung über den Campus der Charité, die diese Geschichte an historischen Wirkungsstätten greifbar macht. In Kooperation mit dem GeDenkOrt.Charité.

Termine und Öffnungszeiten

Sonntag, 21.6.2026, 14:00 - 16:00 Uhr

Portraitaufnahme der Ärztin Rahel Hirsch. Die Schwarz-Weiß-Fotografie zeigt sie von der Seite in einem weißen Kleid.
Rahel Hirsch, Archiv der deutschen Frauenbewegung, ca. 1910. 
AddF, Kassel, Signatur: A-D1-00177.

Nachdem die Berliner Universität ab 1812 ihre Tore für jüdische Studierende öffnete, bot die Medizin – jenseits versperrter Karrieren in Verwaltung oder Militär – eine einzigartige Chance auf soziale Emanzipation. Doch trotz ihrer prägenden Rolle in der Weimarer Republik stießen jüdische Ärztinnen und Ärzte oft an eine „gläserne Decke“: Während sie als Privatdozent:innen das wissenschaftliche Niveau der Berliner Universitätsmedizin maßgeblich steigerten, blieben ihnen ordentliche Professuren aufgrund von Antisemitismus und Seilschaften meist verwehrt. Letztlich bot weder akademische Exzellenz noch Konversion Schutz vor den Rassegesetzen der Nationalsozialisten, die dieser Ära ein gewaltsames Ende setzten.

Die Führung über den Campus der Charité, konzipiert und geleitet von Nirit Ben-Joseph im Auftrag des GeDenkOrt.Charité, macht diese Geschichte an historischen Wirkungsstätten sowie entlang des „REMEMBER Erinnerungswegs" greifbar. Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Mitte Museum, für Fach- und Laienpublikum.

 

Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Treffpunkt: Charitéplatz / Ecke Schumannstraße.