Verfolgte queere Menschen gelten in der Holocaust-Forschung meist als nichtjüdisch, jüdische Opfer implizit als heterosexuell. Am 22. Oktober 2026 stellen vier Referent*innen Lebensgeschichten von Menschen vor, die beides waren: queer und jüdisch – von der Malerin Gertrude Sandmann, die in Berlin überlebte, bis zu den Lebensrealitäten schwuler und lesbischer Juden*Jüdinnen im KZ Sachsenhausen.
Donnerstag, 22.10.2026, 18:00 - 21:00 Uhr

In der bisherigen Holocaust-Forschung gibt es die Tendenz, Protagonist*innen in einer Kategorie zu verorten. Verfolgte queere Menschen gelten meist als Nichtjuden, jüdische Opfer implizit als heterosexuell.
Das Mitte Museum lädt zu einem Gesprächsabend über Menschen ein, die beides waren: queer und jüdisch. Durch die Vorträge von vier Referent*innen beleuchtet die Veranstaltung jüdisch-queere Lebensgeschichten zwischen 1933 und 1945 und darüber hinaus.
Hani Portner (they/them) spricht über die lesbisch-jüdische Malerin Gertrude Sandmann und ihr Überleben in Berlin. Jake Schneider (er/ihm) widmet sich der Verbindung von Queerness, jiddischer Sprache und Kultur. Paige Harouse (sie/ihr) berichtet über die Lebensrealitäten schwuler und lesbischer Juden*Jüdinnen im KZ Sachsenhausen, und Rafael Nasemann (er/ihm) stellt das Erinnerungsprojekt „Queere Held*innen“ vor, das unter anderem an das Leben vieler queerer Berliner Juden*Jüdinnen erinnert.
Im Anschluss laden wir zum gemeinsamen Austausch ein.
Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
Das Mitte Museum ist weitestgehend barrierefrei. Das Gebäude verfügt über einen rollstuhlgerechten Zugang vom Außengelände und eine barrierefreie Toilette im Erdgeschoss.
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt im Rahmen der Maßnahmen zur Umsetzung von Antisemitismus-, Rassismus- und Diskriminierungsprävention im Kulturbereich.