Werkstätten, Tonstudios, Oldtimer: Der Huttenkiez im westlichen Moabit hält seine Industriegeschichte nicht im Museum, sondern im Alltag. Wilhelm Holthus, seit über 50 Jahren Heimatforscher vor Ort, führt zu den Bauten, die den Kiez geprägt haben — und zu denen, die ihn heute weiterschreiben.
Samstag, 26.9.2026, 14:00 - 16:00 Uhr

Zwischen Spree und Ringbahn liegt ein Stück Berlin, das lange von Schornsteinen, Werkshallen und Verbindungsstraßen bestimmt wurde. Der Huttenkiez war ein Ort der Produktion — und er ist es, in veränderter Form, geblieben.
Wilhelm Holthus lebt, forscht und führt seit mehr als fünf Jahrzehnten in Moabit; als Heimatforscher und Mitglied im Quartiersrat Beusselstraße kennt er die Geschichten hinter den Fassaden. Auf seinem Rundgang liegen die AEG-Turbinenhalle, mit der Peter Behrens 1909 der Industriearchitektur eine eigene Formensprache gab, und die Classic Remise, in deren früherem Straßenbahndepot heute Oldtimer stehen. Dazwischen: Werkstätten, Tonstudios und Nachbarschaften, die zeigen, wie sich ein Kiez immer wieder neu erfindet.
Im Stadtschloss Moabit klingt der Nachmittag bei Kaffee gemeinsam aus.
Eine Kooperation des Mitte Museums mit „Kiez machen", einem Projekt des Moabiter Ratschlag e. V., im Rahmen des Festivals des Berliner Zentrums für Industriekultur.
Treffpunkt: Eingang der Heinrich-von-Stephan-Schule, Neues Ufer 6, 10553 Berlin
Endpunkt: Rostocker Str. 32, 10553 Berlin
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Die Strecke umfasst längere Gehwege über teils unebenen Untergrund.