Was bleibt von uns – und wem erzählen wir davon? Am 28. Mai lädt die Dependance des Mitte Museums zu einem gemeinsamen Nachmittag auf dem Mathilde-Jacob-Platz ein. Bei einem gedeckten Tisch im Freien kommen wir ins Gespräch: über persönliche Erinnerungen, Familiengeschichten und die großen Fragen, die im Alltag so leicht untergehen.
Donnerstag, 28.5.2026, 15:00 - 18:00 Uhr

Manche Geschichten erzählen wir immer wieder – bis sie sich festsetzen, bis sie fast zu groß werden für das, was wirklich war. Andere lassen wir still verschwinden, bewusst oder ohne es zu merken. Und dann gibt es die Fragen, für die wir im Alltag einfach keine Zeit finden: Was möchte ich hinterlassen? Wie möchte ich erinnert werden?
Erinnerung passiert selten auf Kommando. Und doch prägt sie, wer wir sind – als Einzelne, als Gesellschaft, als Stadt. Was erinnern wir bewusst, was verdrängen wir, und was möchten wir selbst hinterlassen?
Mit diesen Fragen geht die Dependance des Mitte Museums am 28. Mai 2026 buchstäblich auf die Straße. Auf dem Mathilde-Jacob-Platz vor dem Rathaus Tiergarten wird eine lange Tafel aufgebaut – mit Essen, mit Gesellschaft und mit Fragen, die auf Stoffservietten gedruckt sind: von persönlichen Kindheitserinnerungen bis hin zu Fragen kollektiver Erinnerungskultur. Wer vorbeikommt, ist eingeladen, Platz zu nehmen, zu essen und ins Gespräch zu kommen – ungezwungen, im Vorübergehen, ohne Vorkenntnisse.
Wer möchte, hält seine Gedanken direkt auf den Servietten fest – in Worten oder Skizzen. Die beschriebenen Servietten werden an Leinen zwischen den Bäumen aufgehängt und machen so sichtbar, was an diesem Nachmittag entsteht: ein wachsendes, öffentliches Archiv aus Erinnerungen, Assoziationen und Fragen.
Ort: Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Zeugnis ablegen", mit der die Dependance 2026 interaktive Formate historischer Bildungsarbeit erprobt.