Bis heute tragen weit mehr Straßen Männernamen als Frauennamen. Als rund um den neuen Hauptbahnhof ein ganzes Viertel auf dem Reißbrett entstand, wurde das bewusst anders gemacht: Viele der neu angelegten Straßen wurden nach Frauen benannt. Diese Führung geht den ausgewählten Biografien nach – und fragt, an wen wir erinnern wollen, und wie.
Sonntag, 20.9.2026, 13:00 - 15:00 Uhr

Bis heute tragen in Berlin weit mehr Straßen Männernamen als Frauennamen. Als rund um den neuen Hauptbahnhof ein ganzes Viertel auf dem Reißbrett entstand, wurde das bewusst anders gemacht: Die neu angelegten Straßen wurden nach Frauen benannt – nach einer Widerstandskämpferin, einer Mikrobiologin, einer Schriftstellerin, einer Fallschirmspringerin.
Die Stadtführung mit Trille Schünke-Bettinger geht ausgewählten dieser Biografien nach. Wer waren die Frauen, deren Namen hier auf den Schildern stehen, und warum kennt sie kaum jemand? Nach welchen Kriterien wird entschieden, wer einen Straßennamen bekommt? Und was ändert sich, wenn Erinnerung nicht über Jahrzehnte gewachsen, sondern in einem Neubauquartier bewusst gesetzt wird? Die Führung fragt danach, an wen wir erinnern wollen – und wie.
Treffpunkt: Hauptbahnhof / Ecke Ella-Trebe-Straße
Keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.