GEDENKORT GÜTERBAHNHOF MOABIT

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2026 am Güterbahnhof Berlin-Moabit

Der 27. Januar ist ein Tag des Erinnerns und des Innehaltens. In Würdigung der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und im Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft laden die Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger und Jelisaweta Kamm, Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, zu einer stillen, würdigen Gedenkveranstaltung ein. Im Mittelpunkt stehen die Geschichte des Güterbahnhofs Berlin-Moabit als Ort der Deportationen sowie die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur, die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft übernimmt.

Einladungskarte der Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Die Karte ist in gedämpften Tönen gehalten und zeigt im Hintergrund schemenhaft den Bereich des Gedenkorts Güterbahnhof Moabit aus der Luftperspektive.

Der 27. Januar ist ein Tag des Erinnerns und des Innehaltens. Er markiert die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1945 und steht für das Gedenken an die Millionen Menschen, die der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum Opfer fielen.

Auschwitz ist zum Sinnbild des staatlich organisierten, systematischen und industriellen Massenmordes geworden. Zugleich ist die Geschichte des Holocaust an konkrete Orte in unserer Stadt eingeschrieben. Der Güterbahnhof Berlin-Moabit war ein Ort des Abschieds ohne Wiederkehr: Von hier aus wurden tausende Berliner Jüdinnen und Juden deportiert, entrechtet und ermordet. Heute erinnert der Ort als Gedenkstätte an das, was geschehen ist – und an die Verantwortung, die daraus erwächst.

Das Bild zeigt die noch existierenden Gleise des ehemaligen Güterbahnhofs. Die Gleise werden durch Bäume gerahmt.
Bezirksamt Mitte von Berlin, Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte

Erinnerung braucht Menschen, die sie weitertragen. Besonders junge Stimmen geben ihr eine Zukunft. Wenn sich Jugendliche mit den Geschichten der Opfer auseinandersetzen, entsteht ein Raum, in dem Vergangenheit berührt und Gegenwart befragt wird. Wir danken der AG Erinnern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag leistet. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Erinnern an die Verbrechen der NS-Zeit und mit Fragen heutiger Erinnerungskultur macht sie deutlich, dass Erinnerung keine ferne Geschichte ist, sondern Teil unseres gemeinsamen Heute.

Mit der Gedenkveranstaltung lädt Stefanie Remlinger, Bezirksbürgermeisterin von Mitte, gemeinsam mit Jelisaweta Kamm dazu ein, gemeinsam zu erinnern – still, würdig und aufmerksam. Das Gedenken ist Mahnung und Auftrag zugleich: gegen das Vergessen und für eine Gesellschaft, die Menschlichkeit, Verantwortung und Respekt bewahrt.

 

Programm der Gedenkveranstaltung

Beginn: 14:00 Uhr

  • Musikalischer Auftakt mit einem Klavierstück von Jan Meyerowitz,
    gespielt von Elmar Schwinn (Musiker und Lehrer an der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule)
  • Begrüßung durch Jelisaweta Kamm (Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Mitte)
  • Ansprache der Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger
  • Lesung der AG Erinnern der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule
    in Kooperation mit dem Verein Tanz Theater Dialoge
  • Musikalischer Beitrag mit einem weiteren Klavierstück von Jan Meyerowitz, gespielt von Elmar Schwinn
  • Abschluss mit dem jüdischen Trauergebet Kaddisch und einer Kranzniederlegung

 

Hinweis zum Veranstaltungsort:
Der Zugang zum Gedenkort Güterbahnhof Moabit befindet sich neben der Ellen-Epstein-Straße 1 oder Quitzowstraße 23, 10559 Berlin
(zwischen Lidl und Hellweg).

 

Öffentliche Aufführung von Jan Meyerowitz' Musikkompositionen mit freundlicher Genehmigung der Northwestern University.